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Ägypten: Bakschisch: Trinkgeld in Ägypten


Bakschisch

 

 

 

 


In Europa nennen wir es “Trinkgeld” oder “Service”. Aber diese Wörter beschreiben nicht wirklich, wie es in Ägypten läuft. In Ägypten läuft sehr vieles mit Bakschisch und das Praxisprotokoll zeigt das erst recht.

 

Im Grunde gibt es drei Arten von Bakschisch. Die erste Bakschisch Art ist „Almosen geben“. Eine der fünf Säulen des Islams ist den Armen Almosen geben. Der Geber wird somit heiliger. Wir stießen auf den Straßen auf überraschend wenige Chancen für diese Art von Bakschisch. Entweder sorgt der Staat gut für potenzielle Bettler, oder sind die Leute fleißiger und damit schüchterner sich hinzustellen und zu betteln.

 

Die zweite Art des Bakschisch wird für  “Dienstleistungen“ bezahlt. Diese Art von Bakschisch ähnelt der westlichen Einstellung sehr. Aber in Ägypten geht das Ganze noch weiter. Es gibt Leute im Flughafen, deren einzige Aufgabe ist Türen zu öffnen. Natürlich verlangen sie Bakschisch. In jedem Bad steht ein Wärter, der auf Bakschisch erwartet, weil er ja das Bad sauber hält. Man wird also die ganze Zeit jedem ein paar Piaster geben. Zum Glück wird in den meisten privaten Reisen das Bakschisch gleich vom Reiseführer verwaltet.

 

 

 

 

Die dritte Art von Bakschisch ist „für die Gewährung von Vergünstigungen“. Möchten Sie das Grab sehen, dass geschlossen ist? Mit ein paar Piastern bekommen Sie es sofort zu sehen. Möchten Sie sich an einem sehr besonderen Ort fotografieren? Nur 25 Piaster. Wie wäre es mit gutem Licht in der Museumsvitrine? Vergessen Sie mich nicht, bevor Sie gehen. Möchten Sie eine Mumie sehen, die niemand sehen darf? Mit 50 Piastern geht das. Das Beste daran ist, dass Sie nicht danach fragen müssen. Sogar die Museumswächter können da für Sie unglaubliches tun. Am Anfang ist diese Art für Touristen noch fremd, aber dann gewöhnt man sich daran und erwartet das auch. Im Museum der Islamischen Kunst, z.B. gab es diesen einen Wächter, den wir sehr schätzen, der das große Licht an machte und anfing auf schlechtem Englisch zu erklären. Ohne ihn hätten wir vieles nicht erfahren und gesehen. Mit Freude haben wir ihm 2 LE gegeben. Er hatte auch ein sehr nettes Lächeln.

 

Das Horten von Geld. Das ist eine andere Kunst, die wir nicht kannten. Man braucht immer Kleingeld, um Leuten Bakschisch zu geben, aber das zu erhalten ist auch eine Sache für sich. Leute streiten sich um das Kleingeld. 

 

 

 

 

Es scheint, als hätte es eine Art Verschwörung gegen uns gegeben. Man kauft z.B. etwas für 4.25 LE und gibt dem Händler 5 LE. Man bekommt dann eher einen 1 LE Schein zurück als die 0.75 LE. In manchen Plätzen ist es sehr schwierig Kleingeld zu bekommen. Bei der Moschee von Ibn Tulun mussten wir 6 LE für den Eintritt bezahlen. Ich hatte nur einen 10 LE Schein und konnte kein Kleingeld am Kiosk bekommen. Also fragten wir einen netten Taxifahrer nach Kleingeld, der uns auch gleich geholfen hat. Wir waren regelrecht verblüfft, als wir in die Geldschublade sahen. Sie war voll mit Kleingeld und Münzen. Aber niemand wollte sie weggeben!

 

Wir fanden heraus, dass die leichteste Art, um an Kleingeld zu kommen einfach Schokolade oder etwas Süßes bei einem Kiosk zu kaufen, war.

 

 

 

Geldwechsel ist in Ägypten extrem einfach. Es gibt der vom Staat gesetzte Wechselkurs, aber keine Wechselechselgebühren. Man könnte also täglich $10 wechseln (das beansprucht leider täglich den Gang in die Bank).

 

Das Problem mit Kleingeld kann sehr leicht gelöst werden. Man kauft sich ein Paket Kugelschreiber und gibt es den Leuten anstatt des fehlenden Kleingelds.

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