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Die Oase Baharaiya, Teil I: Die Westliche Wüste


DIE OASE BAHARAIYA, TEIL I: DIE WESTLICHE WÜSTE

VON JIMMY DUNN

 

 

 

Warum zwanzig Millionen Euro für eine Reise in den Weltraum zahlen, wenn man für so viel weniger auf den Mond kommt? Ok, es ist nicht wirklich der Mond – aber die Landschaft ist so surreal, so fremd in jeder Hinsicht und ändert sich ständig von einem Moment zum nächsten. Es ist diese Art von Plätzen, die einen and Wunder glauben lässt; auch wenn man schon erwachsen ist und meint, solche fantastischen Ideen schon lange hinter sich gelassen zu haben . Es ist ein Stück Land, das bis heute nicht komplett erschlossen ist, mit Kuven und Ecken, nach denen ständig ein neuer Eindruck wartet. Das ist die Oase Bahariya und die diese umgebende westliche Wüste.


 

 

 

 

Wir bekommen oft Anfragen, ob es möglich sei, einen Landrover zu mieten und dorthin unabhängig zu reisen. Tatsächlich können Sie dorthin aber mit jedem beliebigen Auto kommen. Die Straße, die zur Oase führt ist gut geteert. Natürlich müssen Sie mit einigen Schlaglöchern und Sandverwehungen rechnen, aber es dürfte trotzdem kein Problem sein, sicher ans Ziel zu gelangen. Die Fahrt ist allerdings lang und manchmal kann es vorkommen, dass Sie dazu angehalten werden, in Begleitung eines Beamten der Touristen-Polizei zu fahren. Deshalb müssen Sie sich aber keine Sorgen machen, die Anwesenheit dieser Polizisten ist nur eine Formalität.

 

 

 

 

Die Oase

 

 

 

Einmal angekommen, ist es kein Problem, durch die kleinen Dörfer zu stromern und dabei eine Menge zu entdecken. Sie können alte Pfade finden und die Lehmziegel Häuser sehen, die die Menschen der Oase seit langer Zeit beherbergen. Sofort kann man den Unterschied zwischen dem neuen und alten Teil der Stadt wahrnehmen. In der Wüste aber, ist alles anders. Man könnte sich vorstellen, dass hier einmal Drachen leben; nun, vielleicht keine Drachen – aber die Landschaft lässt einen schon leicht an den Weltuntergang denken. Die meisten Sehenswürdigkeiten, die man sich hier ansehen kann, sind weit abgelegen von der asphaltierten Straße und schon allein wegen der bezaubernden Schönheit dieser Region sollten Sie dorthin nicht allein gehen. Die Landschaft ist abgelegen und egal, ob Sie sich mit dem Landrover oder dem Kamel fortbewegen, kann die Orienteriung leicht verloren gehen. Sogar mit Kompass und GPS sollten Sie sich nicht zu sicher sein, sich nicht zu verlaufen. Natürlich kann immer, wenn es an sich auch rar ist, ein Standsturm auftreten. Aber die wirklich größte Gefahr stellen die scharfkantigen Felsen, die oft so hervorragen, dass selbst das beste Geländefahrzeug ernsthaft gefährdet ist. Und ist das Fahrzeug einmal nicht mehr fahrtüchtig, so ist auch Handyempfang in diesen Wüstenregionen nicht unbedingt garantiert. Deshalb sind die die Anbieter, die Ausflüge in dieser Regionen mit Notstromaggrigaten, Ersatzteilen und anderer Ausrüstung für Notfälle gewappnet.

 

 

 

 

 

 

Wir sind mit einer Gruppe von Leuten aus dem Oasis Panorama Hotel in diese Wunderwelt getaucht. Während viele Reisende wahrscheinlich eine kürzere Tour mit einem Geländewagen bevorzugen, war Unser Ausflug eine etwas größere Entdeckungsreise, die aus einer fünftägigen Kamelexkursion bestand und eine Seminar gegen Alltagsstresse beinhaltete. Das Team des Hotels kann jede gewünschte Art einer Wüstenreise für Sie organsieren, unser spezielles Programm war aber von europäischen Experten für Teamarbeit und Stress-Management geleitet. Die Teilnehmer waren außer mir Niederländer, die eine Auszeit von ihrem mühseeligen Arbeitsalltag suchten, genauso, wie eine Pause von Handy, Internet und dem ganzen Rest an elektronischem Klimbims. Somit war alles sehr entspannt und locker, mit der großartigen Stille der Wüste als Medizin und dem langsamen Rythmus der Kamele als Therapie.

 

 

 

Eines der niederländischen Mädels: Fertig für die Wüstenexpedition

 

 

Die Abende bestanden aus einfachen Vergnügungen: Gutes Essen, von den Beduinen auf dem offenen Feuer gekocht, Lieder aus allen Kulturen, kleinen Tänzen und – ja, in der Tat, sogar einem guten Biervorrat! Von einer richtigen Trommel begleitet, die aus einer Plastikbüchse zusammengebastelt wurde und reichem rythmischen Geklatsche, fingen die Beduinen an zu singen – und dabei vom vergangenen Tag zu erzählen. Viele Trekker wurden von dieser Musik mitgerissen und zum Tanzen ermuntert.

 

 

 

Disco in the Desert

 

 

Wir schliefen unter den Sternen, ohne Ablenkung vom Schein nahegelegener Städte oder Dörfer. Eine funkelnde Pracht, die wohl wenige Menschen in ihrem Leben in dieser Weise zu Gesicht bekommen. Niemand musste früh aufstehen. Wieder, unser Tempo war ein gemähchliches, unsere Zeitrechnung hatte ihre Bedeutung und ihren Wert verloren. Nach dem Frühstück und dem ausgedehnten Kaffeetrinken am morgendlichen Feuer (während die Beduinen unsere Zeltstadt zusammenpackten), brach unsere Gruppe zur ersten Ettappe des Tages auf. Einer der älteren Herren entschied sich, dem Kamel eine Pause zu gönnen und wurde deshalb von einem Geländewagen zum nächsten Rastplatz gebracht, woe das Mittagessen auf uns wartete. Für den Rest der Gruppe war es ein zweistündiger Ritt, der von einer langen Pause und gemütlichen Mittagspause gefolgt wurde. Bis zum Abendcamp waren es danach noch einmal mehrere Stunden auf den Kamelen.

 

Auf dem Weg hatten wir mehr als genug Zeit, die ungewöhnliche Landschaft zu beobachten. Manchmal stiegen wir ab um einige interessant und frend wirkende Felsgebilde zu untersuchen oder die besondere Struktur des Erdreichs. In dieser Gegend verändert sich die Landschaft nach kurzen Distanzen, sodass man Vulkanstein finden kann und nur einige Kilomenter weiter Kristalle oder weichen weißen Ton, der den Weg schmückt. Manchmal hatte man glauben müssen, ganz gegen alle Logik, auf einen schneebedeckten Hügel zuzureiten, während das schwarze Vulkangestein manchmal wirkte, als ob es noch immer die nahe gelegenen Dünen hinunterfloss. Versteinerte Wälder lagen unter den Hufen unserer Reittiere.

 

 

 

 

Unsere furchtlosen Führer, die auch am Tanz teilnehmen

 

 

Der Autor auf einem Kamel

 

 

Ein ruhiges Frühstück

 

 

Es ist wirklich ein magischer Ort. Unsere Führer erzählen davon, dass das Camp von Christallen oder schwarzen Steinblumen umringt ist, die Energieplätze darstellen. Obwohl ich gewöhnlich nicht an Magie oder diese Art von Spiritualität glaube – hier ist der richtige Ort dafür.

 

Siehe auch:

 

 

Bildergalerie

 
Geebnete Straße Bahariya
 
 
Unsere Kamel-Sättel
 
 
Tanz der Wüste
 
 
Noch mehr tanzen….
 
 
Die Landschaft
 
 
Ein Kristallstein
 
 
Seltene Gebilde
 
 
Ein gigantischer Christal
 
 
Noch fremdere Formationen
 
 
 

Und noch mehr und mehr komische Gebilde

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die landwirtschaftlich genutzen Gebiete der Oase
 
 
Die verwildertste Straße der Altstadt
 
 
Die alte Moschee der alten Stadt
 
 
Die heißen Kur-Quellen
 
 
Und eine schließlich sehr erschöpfte Reisegruppe
 

Wer sind wir?

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