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Der Fluch des Pharaos


 

 


 

Fluch des Pharaohs

Übersetzt von Christina Magdy

 

 

Tutankhamun's Funeral Mask

 

 

 

Als Howard Carter das berühmte Grab von Tutankhamun im Tal der Könige in Luxor im November 1922 fand, war die Welt ganz anders als sie heute ist. Es gab keinen Fernsehen oder Reporter, die alle Nachrichten sorgfältig übertragen. Damals gab es nur Zeitungen und Nachrichten, die sich viel langsamer verbreiteten. Leute waren eher abergläubisch und Reporter schrieben nur irgendwas um das Ansehen der Menschen zu erlangen.

Die Schätze, die Howard Carter in dem Grab gefunden hat waren einzigartig, deshalb steigerten sich die Medien in eine Raserei hinein, und die ganze Welt war hell begeistert.

 

Mari Corelli (Mary Mackay) berichtete im März 1923, dass es verheerende Konsequenzen geben sollte, für diejenigen, die in ein versiegeltes Grab eindringen. Vielleicht war diese Offenbarung überzeugend, weil an dem gleichen Tag, wo Howard Carter das Grab öffnete, sein Haustier, ein Kanarienvogel, von einer Kobraschlage angefallen wurde. Kobras waren im alten Ägypten die Beschützer der Könige, wie die Göttin Wadjet.

 

 

Lord Carnarvon

 

 

Lord Carnarvon hat die Forschungen von Howard Carter finanziert. Ihm ging es schon seit über 20 Jahren nach einem Unfall gesundheitlich schlecht. Er starb in Kairo am 05. April.1923 an einer schweren Lungenentzündung, nur ein paar Wochen nach Mary Corellis Offenbarungen. Die Medien und  Zeitungen rum um die Welt spielten verrückt. Sogar Conan Doyle, Autor von Sherlock Holmes glaubte daran, dass Lord Carnarvons Tod bestimmt etwas mit dem „Fluch des Pharaos“ zu tun hatte.

 

Es wird gesagt, dass im Moment, wo Lord Carnarvon gestorben ist, die Lichter in ganz Kairo ausgingen, und dass seine Hündin in England im selben Augenblick starb. Diese Aussagen sind schwer zu beweisen.

Natürlich wurden viele andere Tatsachen von den Medien erfunden. Eine Zeitung berichtete, dass dieser Satz angeblich aus einem Grab stammt:

„Wer dieses heilige Grab betritt wird durch Flügel in den Tod geschwungen.“

 

 

 

In Wirklichkeit gab es keinen Fluch. Es gab diesen einen Satz, der im Heiligtum von Anubis gefunden wurde, welcher lautete: „ Ich bin es, der den Sand hindert ins Grab einzudringen. Ich bin für den Schutz der Toten zuständig.“ Dieser Satz wurde an die Öffentlichkeit weitergegeben, aber ein Reporter fügte noch seine eigenen Worte hinzu: „ Ich werde jeden töten, der die Schwelle zu den heiligen Platz überschreitet.“

 

 

 

Zusätzlich sollen die Zeitungen viele Menschen, die mit den Fund des Grabs, als tot erklärt haben. 26 Leute sollen in einem Jahrzehnt gestorben sein. Aber in Wirklichkeit sind nur sechs Menschen in dem ersten Jahrzehnt gestorben und viele andere sind im hohen Alter verstorben.

 

 

 

Der Fluch sollte sich auch auf die Schulter von Howard Carter ausgewirkt haben. Aber er lebte noch 17 Jahre nachher, und starb kurz vor seinem 65. Geburtstag. Er hat fast ein Jahrzehnt in diesem Grab gearbeitet. Andere zum Beispiel lebten noch ein langes, gutes Leben.

 

In der folgenden Tabelle stehen die Namen der Menschen, mit dem Fund des Grabs involviert waren:

 

Name

Died

Age

Function

Kommentar

Adamson, Richard

1980+

81+

Im Grab schlafender Wächter

 

Benedite, Georges

1926

69

Louvre Vertreter

Starb an einem Hitzeschlag

Bethell, Richard

1929

 

Carters Sekretär

Starb in London

Breasted, James H.

1935

70

Univ. Chicago Archäeologe

 

Bruyere, Bernard

1965+

80+

 

 

Burton, Harry

1939+

 

Photograph

Sehr im Projekt involviert

Callender, A. R.

1939

 

Carters Assistent

War bei allen Ausgrabungen dabei

Capart, Jean

1947

70

Belgischer Archäologe

 

Derry, Douglas

1969

87

Kairo Universität Anatom

Analysierte Tutankhamuns Mumie 

Engelbach, Reginald

1946

58

Kairo Museum

 

Gardiner, Sir Alan

1963

84

Philologe

Bearbeitete alle beschriebenen Materialien im Grab

Hall, Lindsley F.

1939+

 

Verfasser

War bei allen Ausgrabungen dabei

Hauser, Walter

1939+

 

Verfasser

War bei allen Ausgrabungen dabei

Herbert, Lady Evelyn

1980

78

Lord Carnarvons Tochter

Bestieg das Grab

Kuentz, Charles

1939+

 

 

 

Lacau, Pierre

1965

92

Ägyptologe

War bei allen Ausgrabungen dabei

Lefebvre, Gustave

1957

78

Kairo Museum

 

Lucas, Alfred

1950+

79

Chemiker für den Ägyptischen Staat

 

Lythgoe, A. M.

1934

66

Metropolitan Museum (NYC)

 

Mace, Arthur C.

1928

 

Metropolitan Museum (NYC)

 

Winlock, Herbert E.

1950

66

Metropolitan Museum (NYC)

 

Sheikh Hussein

1997

87

 

 

 

 

 

 

 

Entstehung des Fluches

Viele denken, dass der Fluch des Pharao mit der Ausgrabung von Tutankhamuns Grab begann, was aber nicht stimmt. Dominic Monsterrat glaubt, dass das Märchen vom „Fluch des Pharao“ eigentlich in den 1820ern begann, als ein Englischer Autor ein Theaterstück schrieb, wo er eine Mumie enthüllte. Dieses Theater, dass 1821 in der Nähe vom Piccadilly Zirkus in London stattfand, hat eine Romanschriftstellerin namens Jane Loudon Webb inspiriert einen Fantasie-Roman namens „Die Mumie“ zu schreiben.

Dieses Buch zeigte eine rachsüchtige, bösartige Mumie, die zum Leben zurückkam und die Menschheit in Angst und Schrecken versetzte. 1828 kam ein Kinderbuch heraus, das „The Fruits of Enterprise“ hieß. In diesem Buch wurden Mumien als Fackeln benutzt, um eine mysteriöse ägyptische Pyramide zu entdecken. Natürlich wurden die Mumien als rachesüchtig dargestellt. 1869 wurde der Fluch des Pharaos klarer, als Louisa May Alcott, die Autorin von „Little Woman“, eine Kurzgeschichte mit dem Namen, „Verschollen in einer Pyramide: Der Fluch des Pharaos“ schrieb.

In diesem Märchen wird wieder eine Mumie von einem Forscher als Fackel benutzt. Er entdeckt ein paar Körner in einer Pyramide und nimmt sie mit nach Amerika. Seine Verlobte beschließt sie einzupflanzen, die dann zu absurden Blumen heranwachsen. An ihrem Hochzeitstag hält sie dann einen Blumenstrauß aus diesen Blumen und riecht daran und verwandelt sich in eine lebendige Mumie. In England und Amerika kamen in den folgenden 30 Jahren sehr viele Geschichten über den Fluch des Pharaos heraus. Sogar noch in den 1970ern war dieser Fluch noch aktiv. 

 

 

 

Aber noch immer…

Wir alle wissen, dass Leichen sehr leicht Viren und Infektionen verbreiten können. Es könnte schon wahr sein, dass die ersten Räuber, die direkt nach dem Tod des Pharaos das Grab betreten haben, Krankheiten bekommen haben, und vielleicht auch daran starben. Dies könnte dazu geführt haben den Glauben an den „Fluch des Pharaos“ zu stärken. In Wirklichkeit haben die Pharaos alles Mögliche getan, um ihr Grab vor Eindringliche zu schützen. Natürlich würde es sie freuen, dass es heutzutage den Fluch des Pharaos gibt.

 

Gotthard Kramer, ein Mikrobiologe an der Universität Leipzig, hat 1999 herausgefunden, dass an diesem Fluch schon was Wahren dran sein kann. Er hat an 40 verschiedenen Mumien gefährliche Schimmelpilzsporen gefunden. Er glaubt, dass als das Grab zum ersten Mal geöffnet wurde, die frische Luft die Sporen in der Luft verteilt hat, und somit vielleicht gesundheitliche Probleme verursacht hat.

 

 

 

Der Fluch als Segen

In Wirklichkeit hat der Fluch des Pharaos mehr Gutes getan als Schlechtes. Viele alte Filme wurden über dieses Thema gedreht. Zusätzlich kommen noch die Medien dazu, die dieses Thema lieben. Sogar heute noch werden Filme gedreht, die einen Hauch von dem Fluch beinhalten. All diese Dinge haben die Interesse der Menschen an die Ägyptolgie wieder erweckt. Es hat auch den Tourismus in Ägypten gut getan.

Vielleicht ist sogar Tutankhamun zufrieden mit der Entdeckung seines Grabs. Die alten Ägypter glaubten nämlich, dass wenn ihr Name in Erinnerung bleibt, ihre Seele somit ewiges Leben bekommt.

   

 

 

 

       

 

       

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am:  14. März.2012

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